Unfall-Gutachter hilft, einen Nutzungsausfall geltend zu machen

Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Statistisch betrachtet haben sich im Jahr 2010 mehr als 2,4 Millionen Autounfälle in Deutschland ereignet, die polizeilich erfasst wurden. Die Anzahl der Unfälle mit schwerwiegenden Sachschäden lag im sechsstelligen Bereich. Dabei ist es für einen Unfallbeteiligten nicht immer die beste Lösung, darauf zu vertrauen, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners tatsächlich für alle Schäden aufkommt.

Insbesondere Autofahrer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, erleiden durch den Nutzungsausfall durch größere Reparaturen erhebliche Nachteile auch im finanziellen Bereich. Zwar sehen die meisten Kfz-Versicherungen heute eine Leistung für den Nutzungsausfall vor, sodass sich der Geschädigte auf Kosten der gegnerischen Versicherung zum Beispiel eines Leihwagens bedienen kann. Um aber hier wirklich auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, für die Begutachtung des Schadens einen Kfz-Sachverständigen hinzuzuziehen.

Auch hier sollte sich der Geschädigte nicht zwangsläufig darauf verlassen, dass der Gutachter der gegnerischen Versicherung ausreicht. Es ist also auf jeden Fall von Vorteil, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen. Die gegnerische Versicherung ist, wenn die Schuldfrage eindeutig geklärt wurde, zur Übernahme der Kosten für den Gutachter verpflichtet.

Das Gutachten wird die Höhe der Reparaturkosten, den Umfang und die Dauer der Reparatur und natürlich auch die Wertminderung des durch den Unfall beschädigten Fahrzeuges festlegen. Unter Umständen muss die gegnerische Versicherung Kosten für die Ab- und Neuanmeldung eines Fahrzeuges übernehmen, möglicherweise Verdienstausfall zahlen und bei Verletzungen Schmerzensgeld leisten. Um auch während der Fahrzeugreparatur oder für den Zeitraum bis zur Neuzulassung eines Ersatzfahrzeuges bei Totalschaden mobil zu bleiben, steht dem Geschädigten die kostenfreie Nutzung eines Leihwagens zu. Wird dieser Leihwagen nicht in Anspruch genommen, muss die gegnerische Versicherung trotzdem eine finanzielle Leistung als Nutzungsausfallentschädigung zahlen.

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