Die Kasko zahlt nicht bei Schäden mit Unfallflucht

Foto: pppspics/flickr.com

Es ist schneller passiert, als man denkt! Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und beim Ein- oder Ausparken ist ein anderes Fahrzeug gestreift und beschädigt worden. Es ist zwingend vorgeschrieben, dass der Fahrer auf den Besitzer des beschädigten Fahrzeugs wartet oder von sich aus die Polizei informiert. Ein Zettel mit Namen und Adresse sowie den Versicherungsangaben hinter dem Scheibenwischer reicht nicht aus. Entfernt der Fahrer sich vom Ort des Geschehens, begeht er Fahrerflucht. In diesem Fall ist die Kasko nicht verpflichtet, die Schäden am eigenen Fahrzeug zu übernehmen. Darüber hinaus droht dem Fahrer ein Verfahren, das ihn Geld und im schlimmsten Fall sogar die Fahrerlaubnis kostet.

Auch die Kfz-Haftpflicht kann Regressforderungen stellen. Zwar ist sie, im Gegensatz zur Kasko, zunächst zur Leistung verpflichtet, sie kann jedoch bis zu 5000 Euro vom Unfallfahrer zurückfordern. Als angemessene Wartefrist gilt laut Auskunft des ADAC eine Zeit von 30 Minuten. Ist der Fahrer des beschädigten Autos in dieser Zeit nicht aufgetaucht, muss in jedem Fall die Polizei informiert werden. Zu diesem Zweck darf der Unfallfahrer auch ohne schädliche Folgen für seine Kasko den Unfallort verlassen und zur nächsten Polizeidienststelle fahren. Hält sich der Unfallverursacher nicht an diese Vorgaben, verweigert die Kasko die Leistung für die Schäden am eigenen Auto.

Inwieweit eine Fahrerflucht gerichtlich verfolgt wird, hängt unter anderem auch von der Höhe des am gegnerischen Fahrzeugs entstandenen Schaden ab. Liegt die Schadensumme unter 600 Euro, kommt der Fahrer meistens mit einer Geldstrafe davon. Bei Schäden, die mehr als 1200 Euro betragen, wird die Fahrerlaubnis für sechs Monate entzogen und es gibt sieben Punkte in der Verkehrssünderkartei.

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