Die Autoversicherung kann beim Autoverleih Probleme machen

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Innerhalb der Familie oder auch im näheren Freundeskreises ist es durchaus üblich, ein Auto zu verleihen. Allerdings sollte man offen über die Folgen eines eventuellen Unfalls sprechen. Wird das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt, haftet immer die Autoversicherung des Fahrzeughalters. Es kommt möglicherweise zu einer Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse, die einen erheblichen finanziellen Nachtteil für den Autobesitzer bedeutet. So können allein bei der Kfz-Haftpflichtversicherung durch eine Rückstufung mehrere Hundert Euro anfallen.

Ist das eigene Auto nicht kaskoversichert, kommen die Kosten für die Beseitigung des Schadens noch hinzu. Wer sich hier im Vorfeld nicht darüber einigt, dass diese Kosten vom Fahrer des Autos erstattet werden müssen, kann erhebliche finanzielle Probleme bekommen. Außerdem belastet diese Situation natürlich auch die Atmosphäre innerhalb der Familie oder im Freundeskreis.

Der Kfz-Halter ist darüber hinaus verpflichtet, sich davon zu überzeugen, dass der Fahrer einen gültigen Führerschein besitzt. Hat er das nicht getan und liegt eine Fahrerlaubnis nicht vor, kommt die Versicherung zwar zunächst trotzdem für die Kosten auf, wird sich aber sowohl vom Fahrer als auch vom Halter einen Teil der Schadensumme erstatten lassen. Die Kaskoversicherung ist in einem solchen Fall grundsätzlich von der Leistung befreit. Außerdem müssen sowohl der Kfz-Halter als auch der Fahrer mit einer Strafanzeige rechnen. Besonders riskant ist das Verleihen des eigenen Autos, wenn man bei seiner Autoversicherung als Alleinfahrer gemeldet ist. In diesem Fall darf keine andere Person das Auto fahren. Geschieht ein Unfall mit einem fremden Fahrer, kann die Versicherung rückwirkend den Vertrag umstellen und die zusätzlichen Beiträge nachfordern. Außerdem drohen dem Versicherungsnehmer unter Umständen Vertragsstrafen und eine Kürzung der vereinbarten Leistungen.

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