Dieselfahrzeug versichern: Achtung bei Frostschäden

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Selten war ein Winter so kalt, wie er sich diesen Februar in Europa präsentiert hat. Gerade, wer ein Fahrzeug mit einem Dieselmotor fährt, muss jetzt besondere Vorsicht walten lassen. Beim Tanken sollte darauf geachtet werden, dass der sogenannte Winterdiesel getankt wird. Bis zu einer Temperatur von minus 25 Grad Celsius verhindert dieser Dieselkraftstoff das Ausflocken.

Wenn noch tiefere Temperaturen zu erwarten sind, sollte man sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen. Das Zutanken einer geringen Menge von Superbenzin kann unter Umständen vor größeren Schäden bewahren.

Viele Autofahrer gehen davon aus, wenn sie ihr Dieselfahrzeug versichern und eine Vollkaskoversicherung abschließen, dass auch Frostschäden abgedeckt sind. Dies ist aber in der Regel nicht der Fall. Auch die Hersteller zeigen den Fahrzeughaltern meist die kalte Schulter.

Lediglich Volkswagen hat für einige Fahrzeugmodelle eine Kulanzregelung eingeführt. Das liegt unter anderem daran, dass für Aluminiummotoren zum Beispiel beim Polo, Golf, Lupo oder Arosa derzeit keine Nachrüstung mit einem beheizbaren Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch möglich ist. Wann der entsprechende Nachrüstsatz lieferbar ist, ist derzeit noch nicht bekannt.

Deshalb werden eindeutige Frostschäden an Fahrzeugen mit Aluminiummotor unter bestimmten Umständen auf Kulanzbasis repariert. Als Voraussetzung gilt, dass das Fahrzeug nicht älter als fünf Jahre ist und nicht mehr als 150 000 Kilometer auf dem Tacho hat.

Nicht alle Werkstätten machen die Autofahrer jedoch auf diese Möglichkeit aufmerksam. Daher sollte man bei einem Frostschaden am besten selbst den Hersteller kontaktieren. Es kann also schon beim Autokauf unter Umständen wichtig sein, sich über die Art des Motors, das Vorhandensein von beheizbaren Kurbelgehäuse-Entlüftungsschläuchen und eventuelle Nachrüstungsmöglichkeiten zu informieren. Das ist genauso wichtig, wie ein Dieselfahrzeug richtig versichern zu lassen.

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