Polizei und KFZ Versicherung greifen bei Unfallflucht durch

Foto: Arno Bachert/pixelio.de

Kevin Russel hat in der Silvesternacht des Jahres 2009 zwei junge Männer krankenhausreif gefahren und danach Unfallflucht begangen. Er wurde überführt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er nun antrat. Ein drastisches Beispiel für ein Delikt, das jeden Tag mehrfach geschieht: Unfallflucht. Man parkt aus, übersieht dabei den Spiegel des Nachbarautos und denkt sich vielleicht, egal, es wird schon keiner sehen. Und man fährt weg, ohne die Polizei zu rufen. Das ist Unfallflucht. Viele denken, nur der Raser, der einen Menschen überfährt und sich danach aus dem Staub macht, ist ein Unfallflüchtiger. Jedoch schon scheinbare Kleinigkeiten – ein verbogener Spiegel oder ein Kratzer am Lack sind für den Besitzer des beschädigten Wagens ein Ärgernis. Besonders, weil er im schlimmsten Fall auf dem Schaden sitzen bleibt.

Die Polizei klärt die Bevölkerung immer wieder über das Thema Unfallflucht auf, mit öffentlichen Aktionen, die den Blick schärfen sollen. Damit hofft man darauf, dass mehr Menschen Unfälle melden, bei denen sich der Verursacher klammheimlich aus dem Staub gemacht hat. Versicherungstechnisch ist der Fall übrigens klar: Bei einer Unfallflucht, auch wenn sie sich erst im Nachhinein herausstellt, verlangt die Versicherung die Kosten für regulierte Schäden und auch für eventuell gezahltes Schmerzensgeld vom Versicherten zurück.

Je nach Schadensumfang kann das richtig teuer werden. Dazu kommt noch die Strafe für das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, wie im Fall Kevin Russel kann das mit einer Freihheitsstrafe geahndet werden. Also wenn man versehentlich ein Auto anfährt, Polizei rufen und dafür geradestehen, auch wenn es unangenehm ist. Die Haftpflicht zahlt den Schaden und fair gegenüber dem Besitzer des anderen Wagens ist es allemal.

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