Pay-as-you-drive-Versicherung: das Modell der Zukunft?

Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

In einigen Ländern Europas befindet sich die Pay-as-you-drive-Versicherung zurzeit in der Erprobungsphase. Bisher hat sich dieses System allerdings noch nicht allgemein durchgesetzt. Bei der Pay-as-you-drive-Versicherung – die wörtliche Übersetzung lautet: bezahle, wie du fährst – sind Typenklassen, das Alter von Fahrer und Fahrzeug sowie die Schadenfreiheitsklassen für die Beitragsberechnung nicht relevant.

Vielmehr wird das gesamte Fahrverhalten aufgezeichnet und ausgewertet, um eine individuelle Prämienberechnung zu ermöglichen. Dabei werden unter anderem die gefahrenen Kilometer, die durchschnittliche Geschwindigkeit und die Fahrzeiten berücksichtigt, die bei einem Fahrer mit seinem Fahrzeug anfallen. Zwei Modelle der Pay-as-you-drive-Versicherung sind derzeit bekannt und möglich.

Bei der ersten Version werden die Daten erfasst und die entsprechende Statistik lässt sich direkt im Fahrzeug erstellen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Daten an einen externen Dienstleister zu übermitteln, der dann die für die Prämienberechnung notwendige Auflistung erstellt. Bei beiden Varianten ist sichergestellt, dass die Kfz-Versicherung zwar Informationen über die allgemeinen Fahrgewohnheiten, nicht aber über den räumlichen Aufenthalt und das Bewegungsprofil des Fahrers erhält.

Bei der Pay-as-you-drive-Versicherung wirken sich die erfassten Daten unmittelbar auf die Berechnung der Versicherungsprämie aus. Auch jüngere Fahrer, die ansonsten eine Reihe von Jahren benötigen, um die Schadenfreiheitsklasse zu reduzieren, können von diesem System profitieren. Voraussetzung ist natürlich, dass sie ein angemessenes Fahrverhalten an den Tag legen. Fahrer, die das Auto beruflich nutzen, also weite Strecken in teilweise hoher Geschwindigkeit fahren, würden hier wahrscheinlich eher benachteiligt. Auf Autofahrer, die in einem eher gemächlichen Tempo in der Stadt oder über Land fahren, könnte sich die Pay-as-you-drive-Versicherung aber als echte Ersparnis auswirken. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Modell auf dem Versicherungsmarkt der Zukunft durchsetzen wird oder nicht.

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