Halter sind anhand der Mofa-Versicherung zu identifizieren

Foto: hmboo/flickr.com

Für die Zulassung eines Mofas benötigt der Fahrer eine Mofa-Versicherung mit einem Versicherungskennzeichen, um der gesetzlichen Haftpflichtversicherung genüge zu tun. Ähnlich wie bei der Kfz-Versicherung werden daraus Schäden beglichen, die der Mofa-Fahrer verursacht.

Laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft haben zum Beispiel im Jahr 2006 mehr als 1,56 Millionen Mofa- oder Mopedfahrer in Deutschland insgesamt rund 34 800 Haftpflichtschäden verursacht. Dafür wurden von den Versicherern Ersatzleistungen in Höhe von etwa 78 Millionen Euro an die geschädigten Personen gezahlt. Das Mofa-Kennzeichen besteht aus einer Zahlen- und Buchstabenkombination, die keine eindeutige regionale Zuordnung zulässt. Trotzdem haben Geschädigte die Möglichkeit, den Mofa-Fahrer anhand seiner Mofa-Versicherung und des Versicherungskennzeichens zu identifizieren.

Dafür stellt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft auf seiner Webseite ein spezielles Formular zur Anfrage zur Verfügung. Wem kein Internetanschluss zur Verfügung steht, kann die Mofa-Versicherung auch telefonisch durch den Zentralruf der Autoversicherer in Deutschland einwandfrei identifizieren lassen. Mitgeteilt werden dem Geschädigten allerdings nur der Name des Versicherungsnehmers und die Versicherungsgesellschaft, die das Versicherungskennzeichen für die Mofa-Versicherung herausgegeben hat.

Um einen Schaden geltend zu machen, muss nun die entsprechende Versicherung kontaktiert werden. Diese wird sich dann – im Bemühen zur Aufklärung beizutragen – mit ihrem Versicherungsnehmer in Verbindung setzen. Ist der Versicherungsnehmer tatsächlich für den gemeldeten Schaden haftbar zu machen, erhält der Geschädigte den ihm zustehenden Schadenersatz von dessen Versicherungsgesellschaft im Rahmen des gesetzlichen Schadenersatzrechtes. Mofa-Fahrer sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass auch ihnen eine Entfernung vom Unfallort als Fahrerflucht ausgelegt werden kann und sie somit unter Umständen eine empfindliche Geldbuße und eventuell ein Gerichtsverfahren riskieren. In bestimmten Fällen kann sogar die eigene Versicherungsgesellschaft Regressansprüche für geleisteten Schadenersatz fordern.

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